Das Fach Geographie am Seminar
„Die Geographie vertritt das Reisen und erweitert den Gesichtskreis nicht wenig. Sie macht uns zu Weltbürgern und verbindet uns mit den entferntesten Nationen. Ohne sie sind wir nur auf die Stadt, die Provinz, das Reich eingeschränkt, in dem wir leben. Ohne sie bleibt man, was man auch gelernt haben mag, beschränkt, begrenzt, beengt. Nichts bildet und kultiviert den gesunden Verstand mehr als Geographie.“
(Immanuel Kant)
„So wie niemand von uns außerhalb oder jenseits der Geographie steht, so ist niemand von uns vollständig frei vom Kampf um Geographie. Dieser Kampf ist komplex und lehrreich, weil er nicht nur um und mit Soldaten und Kanonen geführt wird, sondern auch um und mit Ideen, Formen, Bildern und Imaginationen.“
(Edward Said, Kultur und Imperialismus, 1993)
Willkommen bei den Geographen
Was uns wichtig ist ...
Aktualitätsprinzip - Alltagsorientierung - Betriebserkundungen - BNE - Computereinsatz - Diagnose - Differenzierung - Exkursionsdidaktik - Experimente - Fernerkundung - Geländearbeit - Geo-Methoden - Handlungsorientierung - Interaktion - Jahresplanung - Kompetenzorientierung - Lernorte - Luftbilder - Medien (analog und digital) - Motivation - MENSCH - Nachhaltigkeit - offener Unterricht - ökologischer Fußabdruck - postkoloniale und dekoloniale Geographien - Projektunterricht - Rassismuskritischer Geographieunterricht - RAUM - Satellitenbilder - Schülerinteresse - Simulationen - spannender Unterricht - Spiele - Syndromansatz - Tafelbild - Tellurium - UMWELT - Virtuelle Exkursion - Whiteboard - Wissenschaftsorientierung - Zukunftswerkstatt u.v.m.
Ausbilderinnen und Ausbilder
Studiendirektorin Katharina Hauser
Katharina.Hauser@gym-hn.seminar-bw.de
Oberstudienrat Patrick Walz
Patrick.Walz@gym-hn.seminar-bw.de
Das Fach Geographie in der Ausbildung
Die Ausbilderinnen und Ausbilder möchten in einer äußerst praxisorientierten Ausbildung ihre Begeisterung für die Geographie an die Referendarinnen und Referendare weitergeben und sie auf Ihrem Weg intensiv und vertrauensvoll begleiten. Ziel der Ausbildung ist ein moderner kompetenzorientierter Geographieunterricht in dessen Fokus die Anregung von Denkprozessen sowie die damit verbundene Förderung von problemlösendem und vernetztem (vernetztenden) Denken steht. Im Rahmen der Ausbildung findet eine enge Verzahnung von didaktisch-methodischen Konzepten mit Fachinhalten statt, um die Referendarinnen und Referendare auf den Einsatz von Medien, geographischen Arbeitstechniken und Unterrichtsmethoden vorzubereiten.
Wir verfolgen das Ziel, unsere Begeisterung für das Schulfach Geographie in einer praxisnahen Ausbildung an Sie als Referendarinnen weiterzugeben und Sie auf ihrem Ausbildungsweg engagiert, intensiv und vertrauensvoll zu begleiten. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht ein moderner, auf die Zukunft ausgerichteter kompetenzorientierter Geographieunterricht, der vor dem Hintergrund multipler globaler Krisen und gesellschaftlicher Transformationsprozesse zum kritisch-reflexiven Denken anregen und problemlösendes sowie systemisches Denken fördern soll. Eine enge Verzahnung von (neuen) fachdidaktischen und fachwissenschaftlichen Inhalten bildet dabei die Grundlage der Ausbildung. Daher werden Sie als Referendarinnen gezielt auf den reflexiven Einsatz von Medien, geographischen Arbeitsmethoden und -techniken und vielfältigen Unterrichtsmethoden vorbereitet, um einen schülerorientierten Geographieunterricht gestalten zu können.
Exkursionen und Arbeit im Gelände
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2022 Exkursion Schwäbische Alb
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2023 und 2024: Exkursion Rhein-Neckar
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2024 Exkursion Kenia
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2025 Exkursion Potsdam/Berlin
- Jährlich stattfindende Gewässeruntersuchung an der Sulm in Kooperation mit der FD Biologie
- Optional angebotene Exkursion auf die Schwäbische Alb im Rahmen der Exkursionswoche
- Kenia Exkursion
Zusatzausbildung
Workshop: Rassismuskritisch unterrichten am Beispiel von Geographie auf der Bildungskonferenz der aim
Im Rahmen der diesjährigen Bildungskonferenz der aim in Heilbronn habe ich einen Workshop für Lehrkräfte konzipiert, die sich erstmals mit rassismuskritischen Ansätzen im afrikabezogenen Geographieunterricht beschäftigen wollten. Daher bot der Workshop insbesondere auch Raum für den Einbezug eigener Unterrichtserfahrungen.
Zu Beginn des Workshops setzten sich die Teilnehmenden in einer ersten Sensibilisierungsphase mit eigenen stereotypenbehafteten Denkmustern und eigenen (post)kolonial-geprägten Afrikabildern auseinander. Daran anknüpfend, erfolgte eine kurze theoretische Input-Phase zu (post)kolonialen Leerstellen im afrikabezogenen Geographieunterricht, die bei Lernenden mehrheitlich zur Konstruktion verzerrter, kolonial-rassistischer und stereotypenbehafteter Repräsentationen Afrikas beitragen. Entsprechend dominieren im deutschsprachigen Geographieunterricht nach wie vor die Diskurse des Afro-Pessimismus, Afro-Romantismus und Afro-Optimismus. Im praxisbezogenen Teil des Workshops analysierten die Teilnehmenden ein ausgewähltes Lernmaterial mithilfe eines postkolonialen Fragenkatalogs. Die problematischen Leerstellen (an)erkennend, endete der Workshop mit ersten Überlegungen und Reflexionen zur Gestaltung rassismussensibleren Lernmaterialien.
Zusammenfassend verdeutlichte der Workshop einmal mehr den dringenden Bedarf einer Professionalisierung von Lehrkräften für die Gestaltung herrschaftskritischerer Lernumgebungen.