
Zum Landeszentrum für Umwelterziehung
Das Landesschulzentrum für Umweltbildung (LSZU) am Eckenberg-Gymnasium in Adelsheim bietet Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern aller Schularten in Baden-Württemberg die Möglichkeit, sich auf der Grundlage der jeweils geltenden Bildungspläne intensiv mit Themen aus dem Bereich der Umweltbildung zu befassen.
Das LSZU ist ein besonderer Lernort - nicht zu verwechseln mit einem Schullandheim – und ist seit vielen Jahren Kooperationspartner des Seminars Heilbronn für die Projekttage im Rahmen der NWT- bzw. NIT-Zusatzausbildung. Jedes Jahr zum Ende der Ausbildung fahren die Referendarinnen und Referendare, die die NWT-/NIT-Zusatzausbildung absolvieren, für einige Tage ans LSZU in Adelsheim, um dort handlungs- und praxisorientiert im Zusammenwirken mit den Ausbilderinnen und Ausbildern die Planung und Durchführung eines kompetenzorientierten NIT-Projektunterrichts nach dem AQuAPRe-Modell zu erfahren.
Fünf Tage in fächergemischten Teams tüfteln, konstruieren, testen, optimieren: Die Adelsheim-Woche war auch im Kurs 2026
Höhepunkt der NIT-Zusatzqualifikation. Auf Basis eigener Vorschläge zum diesjährigen Leitmotto „Kunst trifft
Technik“ wurden Beispiele für Projektunterricht im Fach Naturwissenschaft, Informatik und Technik selber entwickelt,
fachdidaktisch reflektiert und wechselseitig aus der Perspektive der Lehrenden und der Lernenden erlebt. Eine kurzweilige, ideenreiche,
faszinierende Präsentation der erfolgreich realisierten Projekte stand am Abschluss – mit einer Designerlampe, die abhängig
von der Unterrichtssituation als „Lautstärkeampel“ zwischen Grün, Gelb und Rot wechselt; einem beleuchteten
Herzmodell aus Draht, das den Puls der Versuchsperson übernimmt; einem Achterbahnmodell, das digital gesteuert werden kann und die
Fahrt über LED und Nebeleffekte sichtbar werden lässt; einem LED-beleuchteten Plexiglasmodell, das die Synapsenfunktion an
Nervenzellen anschaulich nachvollzieht; oder passend zu den sommerlichen Temperaturen ein Ventilator mit eingebautem Display, in dem LEDs
abhängig von der Drehgeschwindigkeit so angesteuert werden, dass Schriftzüge lesbar werden.
Besonderer Höhepunkt in Adelsheim 2026 war der erfolgreiche Flug eines Wetterballons bis in die Stratosphäre – ein Projekt der
NIT-Referendarinnen und Referendare des Kurses 2025, das hier zum Abschluss gebracht wurde.


Im Rahmen der diesjährigen Adelsheimprojektwoche der NIT-Zusatzausbildung stand das Thema „IoT mit dem MQTT-Protokoll“ im Mittelpunkt. Internet of Things (IoT) ist ein bedeutender Bestandteil der digitalen Transformation, da es die Vernetzung und Automatisierung von Alltagsgegenständen und Systemen ermöglicht.
Ziel war es, den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, eigene spannende IoT-Projekte zu entwickeln und dabei praktische Erfahrungen zu sammeln, was im Rahmen des NIT-Unterrichts alles möglich ist.
Im Fokus standen der Mikrocontroller ESP32, der ähnlich wie ein Arduino programmiert wird, jedoch durch sein integriertes WLAN-Modul besonders für drahtlose Anwendungen geeignet ist. Die Gerätekommunikation erfolgte über das MQTT-Protokoll, das speziell für die effiziente und einfache Nachrichtenübermittlung in IoT-Anwendungen entwickelt wurde. Als zentraler Vermittler (Broker) diente bei vielen der Projekte ein Raspberry Pi.
Am Freitag präsentierten die fünf Projektgruppen stolz und kreativ ihre Produkte:
Green drop - Ein Bewässerungssystem, das die Feuchtigkeit messen kann und Pflanzen automatisch mit der optimalen Menge an Wasser
versorgt.
Nestflix - Ideal für Vogelliebhaber kann das Brutverhalten der gefiederten Gäste in einem Nistkasten mit Kamera live verfolgt
werden.
Das smarte Klassenzimmer - voll ausgestattet mit Sensoren, werden hier jegliche Parameter untersucht sowie Sound- und Lichteffekte
erzeugt.
Gibmirfix - Zufällige Spielkarten ausgeben ist kein Problem mit dem automatischen Kartenausgabeautomat.
HeadProtect – der sichere und smarte Fahrradhelm.
Der gemeinsame Grillabend rundete die spannende Woche ab und stellte einen gelungenen Abschluss der NIT-Zusatzausbildung dar.


Activity, Biathlon, Mastermind, TicTacToe, Looping Louie oder Pong sind Gesellschaftsspiele, die jeder kennt und Spaß machen. Unter dem Dachthema „Mikrocontrollerspiele“ programmiert die Zusatzausbildung dieses Jahr in Adelsheim kreative Versionen dieser Spiele mit einem Mikrocontroller. So konstruiert die Biathlon Gruppe eine ansprechende Zielscheibe aus Holz in der Werkstatt, das Activity Team lasert ein smartes Gehäuse mit dem Lasercutter und die Mastermind Gruppe druckt das Spielgehäuse mit einem 3D-Drucker. Viele Specialeffekte wie Neopixelringe, besondere Sounds oder selbstdesignte Logos machen die Produkte besonders. Bei einem gemütlichen Spieleabend mit Grillen und Stockbrot werden die Produkte am Donnerstag gemeinsam getestet und am Freitag stolz in kreativen Vorträgen präsentiert. Wie jedes Jahr stellte auch dieses Jahr die Projektwoche einen gelungenen Abschluss der NwT-Zusatzausbildung dar.


Wir gehen online! Unter dem Dachthema IoT (Internet of Things) programmiert die Zusatzausbildung dieses Jahr in Adelsheim den Mikrocontroller ESP32, um diesen mit dem Internet zu vernetzen, so dass Daten digital ausgetauscht werden können. 28 Referendarinnen und Referendare und 6 Dozentinnen und Dozenten widmen sich in einer Woche 6 spannenden und vielseitigen Projekten. So wird eine automatische Bewässerungsanlage programmiert, die man ganz bequem vom Südseestrand einschalten kann, Wetterdaten werden mittels Sensoren eingelesen und auf einer App und Homepage grafisch dargestellt und eine über einen QR-Code steuerbare Disco für die Seminarvitrine sorgt für Stimmung und gute Laune. Mittels einer CAD-Software und der Arduino IDE wird außerdem ein Kahootspiel mit Testgeräten konstruiert und auch für das leibliche Wohl der Haustiere wird mit einem Futterautomaten und einem Chicken Buttler gesorgt. Was zu Beginn der Woche noch fast unmöglich erschien, präsentierten die Referendarinnen und Referendare am Freitag stolz in kreativen Vorträgen der Gruppe.

