Module in der Ausbildung
Die Ausbildung im Referendariat findet teilweise in modularisierter Form statt. Dies geschieht meistens fächerübergreifend. Erste Module werden bereits in der Kompaktphase I zu Beginn des Referendariats durchgeführt. Diese Module beinhalten allgemeine Informationen zur Ausbildung (z. B. „Referendar/in sein“, „Außerschulisches Lernen“), zu den Bildungsplänen (z.B. zu den Leitperspektiven) oder zur Medienbildung (z.B. „Schule in der digitalisierten Welt“, „Von der Kreide zum Tablet“, „Einführung KI“) Weitere Pflicht- und Wahlmodule im Rahmen der Medienbildung (DigCompEdu) können während der gesamten Ausbildung besucht werden.
Modulwoche 26
Über das Fach hinausblicken – individuelle Schwerpunkte setzen
Im 1. Ausbildungsabschnitt findet direkt nach den Pfingstferien eine kurs- und fachübergreifende Modulwoche statt. In dieser Woche entfallen die regulären Fachsitzungen. Stattdessen werden Kurs- und teilweise Fachgrenzen geöffnet, sodass Referendarinnen und Referendare über das eigene Fach hinausblicken und aus einer Vielzahl von Angeboten individuelle Schwerpunkte setzen können.
Unterricht innovativ gestalten
Ein Schwerpunkt der Modulwoche liegt auf zeitgemäßen Unterrichtskonzepten. Vorgestellt werden Methoden wie Game-based Learning, Escape Rooms, Concept Cartoons, theaterpädagogische Verfahren, formatives Assessment und Lerncoaching. Auch digitale Werkzeuge wie GeoGebra, Scratch und Chatbots eröffnen neue Möglichkeiten für den Fachunterricht.
Zukunftsthema: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz
Mehrere Workshops befassen sich mit KI im Unterricht, digitalen Assistenten und Chatbots, besonders im MINT-Bereich. Ergänzend thematisieren Veranstaltungen zu Urheberrecht und Datenschutz den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Die Teilnehmenden erhalten praktische Impulse und Orientierung für einen reflektierten Technologieeinsatz.
Zukunftsthema: Vielfalt als Chance
Ein weiterer Schwerpunkt ist der professionelle Umgang mit Heterogenität und Diversität. Module behandeln inklusive Bildung, etwa zu Autismus, AD(H)S, Hörschädigungen und motorischen Beeinträchtigungen. Hinzu kommen Themen wie Intersektionalität, LGBTQ+, Begabtenförderung und tiergestützte Pädagogik.
Zukunftsthema: Demokratiebildung und Verantwortung
Die Modulwoche setzt zudem Akzente in Demokratiebildung und gesellschaftlicher Verantwortung. Themen sind politische Bildung, Haltung im Lehrerberuf, Nachhaltigkeit sowie ethische Fragestellungen. Ein besonderer Programmpunkt ist die Begegnung mit dem ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Mario Röllig, der Einblicke in Diktatur und Demokratie vermittelt.
Lernen außerhalb des Klassenzimmers
Mehrere Module führen an außerschulische Lernorte oder schaffen besondere Lernsettings, etwa im Stadtarchiv Heilbronn, in der experimenta oder bei erlebnispädagogischen Angeboten. So wird Lernen durch praktische Erfahrungen und an außerschulischen Lernorten vertieft.
Gemeinsam Zukunft gestalten
Den Abschluss der Modulwoche bildet der Zukunftstag, an dem ausschließlich Module zu den Querschnittsthemen Demokratie, Diversität, Nachhaltigkeit, Medienkompetenz angeboten werden. Nachmittags stellen Referendar:innen des Ergänzungskurses „Zukunft gestalten“. Ihre schulischen Projekte. Aus diesen Projekten wird der Zukunftspreis des Fördervereins verliehen. Ein gemeinsames Grillfest der Kurse 2025 und 2026 bietet Gelegenheit zum Austausch und zum gemeinsamen Abschluss der Woche.
Die Modulwoche steht beispielhaft für das Selbstverständnis des Seminars: Lehrkräfte werden nicht nur fachlich qualifiziert, sondern dazu befähigt, Schule aktiv mitzugestalten. Sie verbindet Innovation, wissenschaftliche Fundierung, Praxisnähe und kollegiale Zusammenarbeit.
Eindrücke von der Modulwoche 26
Eindrücke von der Modulwoche 25