Diversität wertschätzen
"Diskriminierung ist von Menschen erfunden worden und Menschen sind es, die dazu beitragen können, sie abzubauen."
(Josephine Arpaku)
Diversität wertzuschätzen bedeutet, den Reichtum zu erkennen, den unterschiedliche Menschen aufgrund unterschiedlicher Biographien für das Zusammenleben mitbringen.
Als Ort gemeinsamen Lernens soll Schule dazu dienen, gesellschaftliche Vielfalt zu respektieren und zum Abbau von Privilegien, sozialer Ungleichheit und Diskriminierung beizutragen, um gleichberechtigte Partizipation zu ermöglichen. Grundlage dafür ist, dass alle am Schulleben Beteiligten Diversität wahrnehmen und als schulische Realität anerkennen.
Lehrkräfte spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie die Akzeptanz von Verschiedenheit bei Kindern und Jugendlichen fördern. Dementsprechend sollen sie in ihrer Ausbildung dazu befähigt werden, eine Lernumgebung zu schaffen, in der sich alle Schülerinnen wertgeschätzt und ermutigt fühlen, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen und Hintergründen, gemeinschaftlich zu lernen.
Powerpoint Zukunftsthema Diversität
Jahresmotto Kurs 2026: Diversität wertschätzen
Das Jahresmotto für den Kurs 2026 lautet "Diversität wertschätzen". Aus dem Kurs heraus werden Ideen entwickelt, um das Thema verstärkt in der Seminaröffentlichkeit zu präsentieren. https://nx55928.your-storageshare.de/s/tSniMXt5z582nxB

Die AG Diversität hat passend zu unserem Jahresmotto 2026 „Diversität wertschätzen“ die beeindruckende Ausstellung „Was ihr nicht seht“ von Dominik Lucha organisiert. Dabei geht es um alltägliche Rassismuserfahrungen in Deutschland. Weitere Informationen unter:
ausstellung@wasihrnichtseht.org
Der Initiator der Ausstellung, Dominik Lucha, sagt in einem Interview: „Wenn ich danach gefragt werde, wo ich herkomme, sind viele unzufrieden, wenn ich antworte: Ich komme aus Ravensburg. Denn eigentlich erwarten sie etwas anderes. Die ständige Frage nach der Herkunft ist nur ein Aspekt von vielen, der deutlich macht, dass wir alle rassistisch sozialisiert sind. Wir haben Vorurteile aus unserem Lebensumfeld in unser Glaubenssystem übernommen. Das ist vielen Menschen zwar nicht klar, aber daran gilt es zu arbeiten.
Ich lebe in Berlin, aufgewachsen bin ich in Ravensburg und selbstverständlich bis heute mit dem Ort und den Menschen verbunden. Auch ich habe rassistische Erfahrungen gemacht, diese aber oft mit mir selbst ausgemacht.
Im letzten Jahr haben zwei Dinge für mich alles verändert: die Schwangerschaft meiner Freundin und der Mord an George Floyd. Von einem auf den anderen Moment war eine Frage bestimmend: Wie soll ich das jemals meinem Sohn erklären? Das war der Moment, in dem ich vom schwäbischen jungen Mann zum schwäbisch-afrokaribischen, schwarzen werdenden Vater wurde. Und als der konnte ich nicht mehr nichts tun. Also habe ich schwarze Menschen ganz gezielt nach ihren Erfahrungen gefragt. Damit weiße Menschen verstehen – und hoffentlich gemeinsam im Dialog mit uns für eine antirassistische Zukunft kämpfen.
Klar ist: Es reicht nicht, neutral zu sein. Wir müssen zu Antirassist*innen werden und das beginnt bei unseren Kleinsten, im Kindergarten, in den Schulen, hört dann aber nicht auf, sondern muss konsequent in den Köpfen bleiben. Den Mund auch bei scheinbar harmlosen Sprüchen aufmachen und dazwischengehen – das ist die Aufgabe von uns allen, als eine Gesellschaft mit all ihren schönen Facetten.“
https://magazin.tws.de/dominik-lucha/



Am Zukunftstag des Seminars zeigt das Seminar Flagge. Über 100 Referendarinnen stellten sich am letzten Tag der Modulwoche zu einer Regenbogenfahne auf, um im wahrsten Sinne des Wortes Flagge zu zeigen für Toleranz und Vielfalt sowie gegen Rassismus und Ausgrenzung. Der Zukunftstag zu den fächerübergreifenden Themen Demokratiebildung, Diversität, Nachhaltigkeit und Medienbildung fand zum zweiten Mal statt.
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Auch in der Woche des Diversity Days erinnert das Seminar an die Werte und Prinzipien, die im Grundgesetz verankert sind und unsere Gesellschaft im Inneren zusammenhalten.

Machbarkeitsüberlegungen von schulischen Divsersitätsprojekten Kurs 2025 nach der Methode WOW-HOW-NOW-CIAO



